Sächsischer Berg Wettbewerb 2017      Historie  return
36 Jahre Sächsischer Bergfunk, wie alles anfing ...
 
Sächsischer Bergwettbewerb im Zeitenwandel, wie alles anfing ...
Ende der 70er Jahre begann in DM der FM-Betrieb im 2m-Band. Käufliche Amateurfunkgeräte gab es nicht, Selbstbau war die einzige Möglichkeit QRV zu werden.
Udo mit seinem S23-Gerät ...   An der Kollektivstation DM3ML der Technischen Universität Dresden war ein FM Einkanal Handfunkgerät für 145,575 MHz als Einfachsuper mit einer ZF von 3,2 MHz und keramischem Filter entwickelt und mehrfach gebaut worden.
Die Sendefrequenz stand Pate für den Namen, es hieß ab sofort „S23-Gerät“.
Die Sendeleistung betrug nicht mal 1 Watt. Ein besonderes Merkmal war der wirkungsvolle V-Dipol, scherzhafter weise „Hirschgeweih“ genannt. Die Geräte wurden oft beim Antennen Aufbau, z.B. bei Meteorscatter-DXpeditionenen eingesetzt.
Beim Abgleich der Antenne kommunizierte man zwischen Dach und Shack. Dabei war dieses Gerät sehr hilfreich. Bei dem Rundumblick von oben denkt man schon mal über die Leistungsfähigkeit seines Gerätes nach. Nicht verwunderlich, daß bei solchen Einsätzen auch Reichweitenversuche mit V Dipol oder HB9CV Antenne begannen.
Von den Helpter Bergen bei Neubrandenburg zum Jagdschloss Granitz auf Rügen ging es mit HB9CV‘s, aber nicht mit den Stabantennen.
Aber auch wanderfreudige Stationsmitglieder nutzten die FM-Handfunken. Die Umgebung von Dresden bot sich mit ihren Hügeln und Bergen an, die Reichweiten „Rekorde“ zu verbessern.
Ab 1982 standen dann vereinzelt kommerzielle Handfunkgeräte, UFT422 und mobile Geräte UFS601 zum Umbau zur Verfügung.
Im Jahre 1981 hatte Henning, Y22ML die Idee, auf der Basis ungenauer DM Landkarten, mühsam eine Hügel- und Bergliste des damaligen Bezirkes Dresden aufzustellen und einen Wettbewerb zu formulieren. Gesagt, getan.
Die Funkamateuren der UKW-Arbeitsgruppe Dresden, Nachfolger der „Dresdner UKW Runde [DUR]“ trafen sich am Freitag, den 23.Januar 1982 im Güntzpalast und berieten über den Vorschlag. Das Gremium segnete den Antrag zum „Berg-Aktivitäts-Wettbewerb“, kurz BAW ab.
In einer Hausmitteilung vom 25.Januar 1982 berichtete die UKW Arbeitsgruppe Dresden über das Treffen der UKW‘ler im Güntzpalast und teilte unter anderem folgendes mit:
Henning, Y22ML
„Das von Henning, Y22ML, vorgeschlagene Bergdiplom wird in Form eines durch den Bezirksvorstand ausgeschriebenen Wettbewerbs zur Durchführung gelangen.“
Auszug aus dieser Hausmitteilung.
Geburtsurkunde des Sächsischen Bergwettbewerbs ...
Das war die Geburtsurkunde des „Sächsischen Bergwettbewerbs“, wie wir ihn heute kennen. Im Laufe der Zeit wurden kleine Veränderungen in der Ausschreibung vorgenommen. Aber der Kerngedanke des Wettbewerbes, die Verbindung von Funken und Wandern, ist bis heute erhalten geblieben.
erste portable Einsätze ...   Es vergingen nur wenige Tage und die ersten portable Einsätze wurden durchgeführt. Der Große Zschirnstein war einer der Berge. Das waren noch Zeiten. Hannes, DM3FML versuchte so ganz nebenbei mal vom Wilischberg aus, mit den S23-Geräten eine „Stereoübertragung“, Hi.
Die Empfindlichkeit der Handfunken war doch recht unterschiedlich und es wurde immer wieder optimiert.
Man wollte natürlich ‚eine Mücke zum Elefanten' machen.
Daraufhin bekamen die Handfunken Namen und wurden z.B. auf Mücke oder Elefant getauft. Es gab auch einen Skorpion, weil das Gerät so widerspenstig war. Mal ging es gut mal schlechter.
Die erste originale Ausschreibung aus dem Jahr 1982 liest sich wie folgt.
erste originale Ausschreibung aus dem Jahr 1982 ...
Funktechnisch fing der Berg-Aktivitäts-Wettbewerb an, die Massen zu beschäftigen.
Hinzu kam, dass das Relais Y21L ab 1.Januar 1982 offiziell in Betrieb gesetzt wurde und eine für den Bezirk gültige Definition des portable-Betriebs erarbeitet wurde. Bis dahin war von der Instanz verfügt worden, dass portable-Betrieb nur im Beisein des Klubstationsleiters zulässig war. Nun hieß es, dass der Klubstationsleiter geeignete und erfahrene Stationsmitglieder beauftragen konnte, eigenständig Portabel-Betrieb mit Handfunksprechern durchzuführen. Damit konnte auch anläßlich und gefordert durch den Bergwettbewerb ein begeisterter Funkbetrieb vorzugsweise auf Kanal R3 via Y21L und S23 durchgeführt werden.
In der Zeitschrift Funkamateur aus dem Jahre 1984 wurde das 2-m-Funksprechgerät auf der Titelseite abgebildet. Werner Hegewald DL2RD, damals Y25RD beschrieb in mehreren Beiträgen dieses Funkgerät mit 600-kHz-ZF. Es ist auf demTitelbild der Ausgabe 4/1984, mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung durch Werner, DL2RD.
Viele fragen sich heute, warum der Kanal S23, die 145.575 MHz als sächsische Bergfrequenz genutzt wird. Ganz einfach. Das war damals die Quarzfrequenz dieser FM Handfunken. Mit dieser Tradition wurde bis Heute nicht gebrochen.
CQ, Sächsische Bergwertung, natürlich auf der S23.
Funkgerät S23
Eigenbaufunke von Manfred, DL1DUL
UKW Eigenbaufunke von Manfred, DL1DUL, in der bereits 1981 Baugruppen eines kommerziellen UKW Gerätes verarbeitet wurden.
Natürlich darf das Faustkeilmikro nicht fehlen.
Die erste Bergliste hatte Henning bereits nach QTH-Kennern visualisiert. Die Darstellung mit dem eingezeichneten Maßstab fand großes Interesse und half damals den nicht so ortskundigen Bergfunkern beim Planen der Wanderrouten.
visualisierte QTH-Kennern Bergliste ...
Henning veröffentlichte anfangs eine Bergliste mit 44 Bergen. Diese wurde aber noch auf 54 ergänzt und als die erste offizielle Bergliste geführt. Damit war der Startschuß gegeben.
Das Interesse am Wettbewerb war von Anfang an sehr groß.
Die erste originale Bergliste aus dem Jahr 1982.
erste originale Bergliste aus dem Jahr 1982 ...
Es gab erfolgreiche Versuche mit den „S23-Geräten“ zwischen Landeskrone bei Görlitz und Kahleberg bzw. der Dresdner Südhöhe. Die Distanz betrug immerhin ca. 98 km.
Hannes, DM3FML auf dem Wilischgipfel ...
Hannes, DM3FML auf dem Wilischgipfel. Hier gab es noch eine Besonderheit. Die Kreiskennergrenze verlief genau über den Wilisch, L13 und L15. Das gab der Funkerei mit den anderen Om’s noch einen besonderen Spaß.
Für die Kategorie „Alle Berge“ waren 54 markante Punkte im Ostsachenland zu befunken und auch von unten zu erreichen. Speziell an Wochenenden mit Wanderwetter war viel los.
Andreas und Manfred, aber auch Henning, Reinhard und Eike, sogar Hannes, zogen durch die Gegend und funkten mit und ohne Familie. Hannes natürlich nur in die nächste Nähe und wenn die Umbausituation seines Hauses es zuließ. Hannes von der Baustelle war immer da und oft die letzte Rettung von Bergpunktenthusiasten, um auch geringste Rauscheinbrüche zu registrieren und doch noch den oder die gewünschten QSO-Punkte zu verteilen. Das waren immerhin 2 Punkte vom Berg als Berg-QSO und einen vom Tal als Tal-QSO. Er erreichte selbst viele Berge, leider nur von unten.
Im Herbst 1982 ging der erste Bergwettbewerb in die Endphase. Sowohl beide Manfreds als auch Andreas und Armin hatten den Ehrgeiz, alle machbaren 162 Punkte zu erreichen. Sie mußten also von allen 54 Bergen, je 2 Bergpunkte und mit allen 54 Bergen, je ein Talpunkt gefunkt haben.
Nachdem Manfred, Y41YL es nicht so recht gelang, seine Familie für das Besteigen dieser Berge zu gewinnen, fuhr er öfter in der Woche nach der Arbeit los und machte sich dabei keine allzu großen Gedanken über Verbotsschilder und ähnliche Hindernisse, während sein Skoda sicher über die befahrenen Wege stöhnte. Übrigens „rettete“ er dabei auch einmal Henning, der mit seinem PKW so ungünstig am Berg stand, dass es weder vorwärts noch rückwärts ging. Andreas erwanderte die Berge sehr oft gemeinsam mit seinem Vater.
Sammelpunkt von Bergaktivitäten ...
Ein beliebtes Ausflugsziel war auch das Zittauer Gebirge. Aus topografischer Sicht war es von Dresden aus nicht so einfach per Funk zu erreichen. Funkwochenendtouren zu Kottmar, Lausche, Hochwald und Töpfer standen auf dem Plan. Dank der sehr guten funkfeldmäßigen Voraussetzungen dieser Berge verzeichnete man den ein oder anderen Reichweitenrekord.
Am Ende des ersten Jahres wurden 31 Logs eingereicht, darunter von vier 10 GHz Verbindungen. Gearbeitet wurde damals mit Gunnplexern. Insgesamt fanden 673 Hügel- und Bergaktivierungen statt.
Erfreuliches gab es von den Ergebnissen des ersten Bergwettbewerbs 1982 zu berichten. Sowohl Manfred-Y21DL, Andreas-Y41VL, Armin-Y23BL als auch Manfred-Y41YL, hatten den viermal vergebenen 1.Platz, natürlich in der Kategorie „ALLE BERGE“, mit der maximalen Punktzahl von 162 erreicht. Also 3 mal 54 Punkte!
Henning-Y22ML, der „Erfinder“ kam mit 140 Punkten auf Platz 2, Werner-Y24PL schaffte mit 131 Punkten Platz 3, Eike-Y22UL landete mit 98 Punkten auf Platz 13. Auch Hannes-Y23ML, der Dauer Läufer auf S23, schnitt mit 76 Punkten und einem 15.Platz noch gut ab. Auch er erreichte alle Berge, leider nur von unten.
Die Spitzenwertung wurde vorher noch korrigiert, da einige OM‘s auf ihre 10 GHz Gast QSO‘s der Fairneß wegen verzichteten. Norbert-Y24NL, führte hier mit eigener Station auf 10 GHz mit 35 Punkten. 70 cm-QSO‘s tauchten in den Logs noch nicht auf.
Die offizielle Ergebnisliste aus dem Jahr 1982.
offizielle Ergebnisliste aus dem Jahr 1982 ...
Insgesamt rechneten am ersten Berg-Aktivitäts-Wettbewerb 31 Funkamateure ab. Zukünftige Erfolge des Wettbewerbs waren vorprogrammiert.
Henning, Y22ML wertete die Ergebnisse von 1982 sehr akribisch aus. Auch für die folgenden Jahre wurden statistische Erhebungen veröffentlicht.

Hier mal eine kleine Zusammenfassung, die nicht den Anspruch der Vollständigkeit erhebt.
Jahr Bergaktive Stationen Bergaktivierungen
1982 31 673
1983 39 836
1984 35 759
1985 55 1446
1986 71 1836
1987 61 1299
1988 48 1057
1989 52 1100

Hervorheben muß man die Aktivierung der Berge auf 10 GHz. Bereits 1982 rechneten 6 Bergfunker auf diesem Band ab, davon wurden 2 als Kontrollog gewertet.
Es gab schon damals Berge die besonders häufig aktiviert wurden. Das waren der Lerchenberg mit 34 Aktivierungen, die Babisnauer Pappel, die Quohrener Kipse, der Schwedenstein und der Wilisch. Später kam der Kahleberg hinzu.
Im Jahre 1986 wurde das 70 cm Band erstmals in einer Wertungsklasse abgerechnet. Im darauf folgenden Jahr waren es bereits 2 Abrechner auf 70 cm.

Originale Logauswertung mit Statistiken vom ersten Berg-Aktivitäts-Wettbewerb.
originale Logauswertung mit Statistiken vom ersten Berg-Aktivitäts-Wettbewerb ...
Jeder Teilnehmer am Berg-Aktivitäts-Wettbewerb bekam als Erinnerung an die Anstrengungen und Freuden dieses Bergfoto überreicht.
Das ist bis heute zur Tradition geworden und wird von allen Teilnehmern wohlwollend anerkannt. Die schwarz weißen Fotos aus der Anfängerzeit werden von den „Bergveteranen“, die von Anfang an dabei sind immer wieder stolz gezeigt.
Das Bergfoto vom ersten Bergwettbewerb 1982 mit Blick auf den Großen Zschirnstein, die Kaiserkrone und den Zirkelstein.
Bergfoto vom ersten Bergwettbewerb 1982 ...
Was wäre der sächsische Bergwettbewerb ohne die begehrten Bergfotos für alle aktiven Teilnehmer und Abrechner.
In den Anfangsjahren wurden die Fotos von Frank Richter, einem bekannten Dresdner Fotografen, freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Ab 1989 sucht Wolfgang, DL2DRZ aus Freital die Motive aus und fertigt die Fotos.
In den letzten Jahren gibt es die Bergfotos im Format A5 und A4. Die Differenzierung ist allein mit den anfallenden Unkosten zu erklären.
Jeder aktive Bergfunker, der eine Abrechnung zum sächsischen Bergwettbewerb einsendet, bekommt das Bergfoto zugesandt.
Wer sich die Bergfotos aller Jahre noch mal ansehen möchte, kann das in denErgebnislisten tun.
 
Ausschreibung in den Anfangsjahren gemeinsam beraten ...
Der Wettbewerb fand immer mehr Anhänger. In den Folgejahren überarbeitete man die Ausschreibung, um neue Anreize zu schaffen. Es wurde vieles ausprobiert. Das waren unter anderem die Einführung bzw. Veränderung der Berg-Punkte, Tal-Punkte, Direkt-Punkte, QSO-Punkte und Wander-Punkte Wertung. Auch konnten damals Relais-QSO's noch einbezogen werden, was heute nicht mehr möglich ist. Nicht zu vergessen die Erweiterung auf die höheren Bänder.
Auch die Bergliste bekam von Jahr zu Jahr Ergänzungen. Veränderungen in den Ausschreibungen wurden immer vorher bei den Treffen im Güntzpalast beraten.
Mit dem Berg-Aktivitäts-Wettbewerb hat es im Bezirk Dresden 1982 angefangen, dann nannte man ihn kurzzeitig Dresdner Bergwettbewerb und heute kennen alle sächsischen Funkamateure ihn als Sächsischen Bergwettbewerb. Eine Erfolgsstory aus heutiger Sicht? Eindeutige Antwort, Ja.
Die Veröffentlichung der Ausschreibung und der Berglisten in den Anfangsjahren erfolgte in dem Mitteilungsblättern für die UKW Amateure des Bezirkes Dresden, durch den Postversand. Später nutzte man Packet Radio. In der Box DB0TUD unter der Rubrik „Berg“ waren die Bergdokumente abrufbar oder man erhielt die Ausschreibung von den Organisatoren in einem SASE Briefumschlag.
  1998 erstellte Uli, DL2LTO erstmals in Zusammenarbeit mit Kurt, DL8DZV ein Heft im A5 Format unter dem Titel „Ausschreibung Sächsischer Bergwettbewerb“.
Es war eine Broschüre mit Allem was man über den Wettbewerb wissen mußte. Das Heft paßte in jeden Rucksack, enthielt die Ausschreibung, die gültige Bergliste und eine Wertungsliste zum sofortigen QSO Eintrag, als Berg- und Talpunkte Wertungsliste. Auf der vorletzten Seite befand sich die Mustervorlage eines „Trash-Logs“ zum kopieren für den praktischen outdoor Gebrauch.
Die Rückseite enthielt die Plazierungen des vergangenen Jahres.
In diesem Zusammenhang wurde auch das Logo des Sächsischen Bergwettbewerbs kreiert.
Mit der Veröffentlichung der Ausschreibung und allen nützlichen Dokumenten im Internet wurde der Druck dieses zwanzig seitigen Heftes eingestellt.
 
30 Jahre "Sächsischer Bergwettbewerb" ...
Pokal 2011   Im Jahre 2011 feierte der Sächsische Bergwettbewerb sein 30 jähriges Jubiläum.
Erstmals wurde ein Pokal überreicht. Es ist eine Barbarine aus Sandstein gehauen.
Die feierliche Übergabe fand am 17.März 2012 in der Bergbaude auf der "Schönen Höhe" statt. Zirka 30 Bergaktivierer feierten die Pokalübergabe im Jubiläumsjahr. Viele Teilnehmer kannten sich bereits, einige lernten sich mal persönlich kennen.
Micha, DL3VTA setzte eine Rekordmarke, denn er aktivierte von den 180 ausgeschriebenen Bergen 173.
Auch die Bonusregelung der 30 gelisteten Berge erwies sich als Erfolg. Alle Bonusberge wurden aktiviert.
Ein weiterer Höhepunkt war die Überreichung der ersten Bergdiplome an DD1UDW, DD1RE, DM2MM, DL7LM, DM3CW und DL2LTO.
Mehr Information und etwas Bergstatistik findest du imSächsischen Bergkurier Nr.20 vom März 2012.
Anschließend diskutierte man noch und tauschte Erfahrungen aus. Da sich das Wetter von der besten Seite zeigte, wurden viele umliegenden Berge aktiviert und Bergpunkte verteilt.
Tag der Pokalübergabe auf der Schönen Höhe ...
Links die drei Erstplazierten in der Kategorie 2m/70cm. Dirk, DD1UDW, Micha, DL3VTA und Tilo DH1FM. Tilo wurde auch in der Kategorie 23cm Bergkönig. Rechts versammelten sich alle Anwesenden zu einem Gruppenfoto.
Die Teilnehmerzahlen über alle Jahre zeigen doch deutlich, dass der Bergwettbewerb von den Funkamateuren bis zur heutigen Zeit angenommen wurde.
Die hier aufgeführte Grafik zeigt die Anzahl der Teilnehmer [Abrechner] über die vielen Jahre des Bestehens.
Statistik der Bergaktivierungen ...
Es gibt sicher viele Gründe die für diese Kontinuität sprechen. Der Wettbewerb wird übers ganze Jahr ausgetragen und die Ausschreibung und Abrechnung ist sehr einfach und unkompliziert über alle Jahre geblieben. Und ein ganz wesentlicher Aspekt; die aktiven Teilnehmer tun was für ihre Gesundheit, lernen neue Wanderrouten kennen, sind mit der Natur und den besonderen Reizen einer jeden Jahreszeit eng verbunden. Auch das Basteln des eigenen QRP Portabel Equipment macht Spaß und kann sofort praktisch unter Outdoorbedingungen getestet werden. Plötzlich hört man auf dem Band Stationen, die im städtischen Störnebel einfach untergingen. Die Begeisterung wächst zunehmend.
Die heutige Ausschreibung ist für alle lizenzierten Sende- und Empfangsamateure offen und beinhaltet folgende Kriterien.
  Interessiert es euch auch, mal die Gewinner der vergangenen sächsischen Bergwettbewerbe kennenzulernen?
Es war nicht einfach die „Bergkönige“ der vergangenen Jahre in den Dokumenten zu finden, denn die lichtgepausten Unterlagen waren nicht immer vollständig.
Hier die mir bekannte Auswahl der Bergkönige der sächsischen Bergwertung.
Bergkönig 1982 Y21DL-Manfred, Y41YL-Manfred, Y23BL-Armin, Y41VL-Andreas
Bergkönig 1983 Y30ANL-Hans Joachim, Y2-11755/L34
Bergkönig 1984 Y25RD-Werner, Y48YL-Claus
Bergkönig 1985 Y25RD-Werner, Y2-2005/L
Bergkönig 1986 Y41YL-Manfred, Y75KL-Günter, Y24SL-Jörg, Y28FL-Claus, Y2-2005/L
Bergkönig 1987 Y22DL-Claus
Bergkönig 1988 Y22KL-Klaus
Bergkönig 1989 Y28ZL-Günter
Bergkönig 1990 Y28ZL-Günter   [2m],  Y28ZL-Günter  [70cm]
Bergkönig 1991 DL2DSP-Günter  [2m],  DL2DSP-Günter [70cm]
Bergkönig 1992 DL1DWT-Bodo    [2m],  DL1DWT-Bodo   [70cm], DL8DYL-Irina [xyl]
Bergkönig 1993 DG1VT-Martin   [2m],  DG0VF-Ralf    [70cm], DL8DYL-Irina [xyl]
Bergkönig 1994 DG1VT-Martin   [2m],  DG1VT-Martin  [70cm]
Bergkönig 1995 DJ5AA-Jo       [2m],  DJ5AA-Jo      [70cm]
Bergkönig 1996 DJ5AA-Jo       [2m],  DJ5AA-Jo      [70cm], DH1FM-Tilo [ab 23cm]
Bergkönig 1997 DL5MM-Wolfgang [2m + 70cm],  DG1VT-Martin    [ab 23cm]
Bergkönig 1998 DL2LTO-Uli     [2m + 70cm],  DL6UNF-Frank    [ab 23cm]
Bergkönig 1999 DG4VV-Micha    [2m + 70cm],  DL6UBF-Frank    [ab 23cm]
Bergkönig 2000 DG4VV-Micha    [2m + 70cm]
Bergkönig 2001 DK2UMK-Micha   [2m + 70cm],  DL5MM-Wolfgang  [ab 23cm]
Bergkönig 2002 DO5UH-Reinhard [2m + 70cm],  DG0DCL-Günther  [ab 23cm]
Bergkönig 2003 DG0DCL-Günther [2m + 70cm],  DG0DCL-Günther  [ab 23cm]
Bergkönig 2004 DH0DK-Bernd    [2m + 70cm],  DG0DCL-Günther  [ab 23cm]
Bergkönig 2005 DH0DK-Bernd    [2m + 70cm],  DG0DCL-Günther  [ab 23cm]
Bergkönig 2006 DH0DK-Bernd    [2m + 70cm],  DL1DUS-Gerd     [ab 23cm]
Bergkönig 2007 DL3VTL-Volker  [2m + 70cm],  DL3VNL-Klaus    [ab 23cm]
Bergkönig 2008 DL2DXA-Bernd   [2m + 70cm],  DG0DCL-Günther  [ab 23cm]
Bergkönig 2009 DD1RE-Rene     [2m + 70cm],  DL5MM-Wolfgang  [ab 23cm]
Bergkönig 2010 DG0VOG-Sven    [2m + 70cm],  DG0VOG-Sven     [ab 23cm]
Bergkönig 2011 DL3VTA-Micha   [2m + 70cm],  DH1FM-Tilo      [ab 23cm],  DO2JUE-Conny  [YL]
Bergkönig 2012 DO5UH-Reinhard [2m + 70cm],  DM7MM-Hans      [ab 23cm],  DO2JUE-Conny  [YL]
Bergkönig 2013 DM7MM-Hans     [2m + 70cm],  DM7MM-Hans      [ab 23cm],  DO2JUE-Conny  [YL]
Bergkönig 2014 DD1UDW-Dirk    [2m + 70cm],  DD1UDW-Dirk     [ab 23cm],  DL2VFZ-Ingrid [YL]
Bergkönig 2015 DL5DRM-Micha   [2m + 70cm],  DL5DRM-Micha    [ab 23cm],  DL2VFZ-Ingrid [YL]
Bergkönig 2016 DM7MM-Hans     [2m + 70cm],  DL9NCI-Georg    [ab 23cm],  DL2DYL-Ulrike [YL]
In den Jahren haben sich die Wertungskategorien teilweise geändert. Anfangs wurde alles in einen „Topf“ geworfen. Später trennte man nach 2m, 70cm und ab 23cm. Heute werden die Kategorien 2m und 70cm zusammengefasst gewertet und zusätzlich in der Kategorie „23cm und höher“ abgerechnet. Mit der Teilnahme von 6 YL's wurde im Jahr 2011 die ausgeschriebene Kategorie "YL" gewertet.
 
Organisatoren des "Sächsischen Bergwettbewerbs" ...
Wer waren die Organisatoren des Wettbewerbs über die vielen Jahre?
Es war immer ein Team an Bergfunk interessierten Funkamateuren aus dem Raum Dresden. Henning, DL2DSD, ex. Y22ML, der „Ideenfinder“ organisierte gemeinsam mit Werner, DL1VHF, ex. Y24PL, vom Gründungsjahr 1982 bis 1990 diesen Wettbewerb. Werner war der Leiter der UKW Arbeitsgruppe Dresden.
In der Wendezeit engagierte sich Jo-DJ5AA, ex. Y27KL und Hubert, ex. Y25SN für die Weiterführung. Zusammen mit Klaus-DL8DZL hielten sie den Wettbewerb in dieser Umbruchphase am Leben. Jo wertete bereits den Wettbewerb 1990 aus.
Kurt, DL8DZV, Danke für die geleistete Arbeit ...
Im Jahr 1994 übernahm Kurt, DL8DZV die Rolle des Organisators.
Wie bereits gesagt, managte Kurt, DL8DZV den sächsischen Bergwettbewerb in den letzten 14 Jahren mit Teamunterstützung des Ortsverbandes S27 aus Freital zur Zufriedenheit aller Teilnehmer.
Danke an Kurt, für die geleistete Arbeit.
Bernd, DL2DXA hält alle Fäden in der Hand ...
Bernd, DL2DXA übernahm 2009 den Staffelstab von Kurt und war von Anfang an am Puls des Geschehens.
Mit der Ausschreibung 2010 wurde die Abrechnungsbegrenzung von 50 Bergen aufgehoben.
Neu ist auch, dass Bernd im ‚Sächsischen Bergkurier‘ über das aktuelle Geschehen von den sächsischen Bergen berichtet.

Nicht zu vergessen, Wolfgang-DL2DRZ, der in den vergangenen Jahren die Motive für die Bergfotos mit der Kamera einfing. Auch heute noch ist er mit seiner Kamera unterwegs. Danke euch allen.
Olaf, DO1UZ ...
Olaf, DO1UZ hat erstmals die Auswertung des 'Sächssichen-Berg- Wettbewerbs' für das Jahr 2016 übernommen. Danke dafür.
Immer in der letzten Dezemberwoche wurde die Ausschreibung und zugehörige Bergliste für das folgende Jahr in den zwei Medien Packet Radio via DB0TUD und Internet unterhttp://www.dl2lto.de bereitgestellt. Heute erfolgt die Veröffentlichung nur noch im Internet, bzw. wird bei Anfrage direkt zugesandt.
Erstaunlich ist, daß in all den Jahren kein großes Aufsehen um die Verkündung der Plazierungen gemacht wurde. Der sächsische Bergwettbewerb startet automatisch jedes Jahr aufs Neue, ist einfach präsent, wird von den Interessierten respektvoll akzeptiert und motiviert Neueinsteiger.
Ich glaube, die Teilnahme ist für alle entscheidend, nicht der abschließende Triumph. Wer einmal mitgemacht hat, den läßt der Bazillus Bergfunken so leicht nicht mehr los. Einmal dabei gewesen, immer dabei.
Der Raportaustausch auf den Frequenzen ähnelt sehr einem Contest. Das hört sich dann oft so an: „CQ Berg, CQ Berg, …, Hallo Jo, Fünf Neun, Kahleberg, QRZ ...“. Es geht also alles recht zügig und die Stimmenerkennung der QSO Partner untereinander ist oft verblüffend. Viele kennen sich persönlich. Ein kleiner Scherz am Rande ist immer willkommen. Das ist ja das angenehme an der Funkerei im Bergwettbewerb.
In vielen Veröffentlichungen wird über den aktiven Bergfunk berichtet und unter anderem der Spaßfaktor und das Experimentieren mit dem Eigenbau Equipment hervorgehoben. Das ist für viele Anreiz genug mitzumachen. Nicht zu vergessen, der Gesundheitsfaktor durch das Wandern in den Bergen.
In diesem Sinne, allen interessierten Bergfunkern viel Spaß beim Wandern und Funken.

23 es awdh von den sächsischen Bergen, Uli, DL2LTO

 
Das Dokument zu diesem Beitrag "35 Jahre Sächsischer Bergfunk, wie alles anfing ...", könnt ihr als PDF [ca. 5,7 MB] downloaden. Korrekturen, Hinweise, Ergänzungen, weitere Originaldokumente, Fotos und Kurzstories sind immer bei
Uli, DL2LTODL2LTOwillkommen.
 
 
Besonders bedanken möchte ich mich bei Henning, DL2DSD [silent key] und Eike, DM3ML [silent key] für die Bereitstellung vieler Fotos und original Dokumente und der Zustimmung zur Veröffentlichung. Dank auch an Sieghart, DG1VZ für Bereitstellung historischer Fotos.
Quellen waren das Archiv von Dr. Henning Peuker, DL2DSD [silent key] und die Chronik von Eike Barthels, DM3ML [silent key]. Die Bergfotos erstellten Frank Richter aus Dresden und Wolfgang Naßler, DL2DRZ.
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